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Organ für die Gesamtinteressen des Pflanzenschutzes.

Herausgegeben von

Prof. Dr. Paul Sorauer,

Geh. Regierungsrat,

(Berlin-Schoeneberg, Martin Lutherstrasse 50).

XIX. Band. Jahrgang 1909.

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VERLAG von EUGEN ULMER in STUTTGART.

K. Hofbuchdruckerei Ungeheuer i Uimer, Ludwigsburg.

Inhaltsübersicht.

Seite

An den Leser 1

Origiiialcibhaiidluugen

Ewert, Einschleppuug der Septoria Azaleae in Schlesien . . . . 321

A. K ö 1 li k e r, Kupferkalksaccharate, gezuckerte Hordeauxbrühe und Cucasa 385 Ferdinand Kryz. Über den Einfluß von Erdöl auf die Entwicklung- von

Datura und Alisnia 449

S. Mokrzecki, Über eine unerforschte Krankheit ..Kara-Muck' auf dem

Weinstocke in der Ki'im. (Mit 4 Abbilduniien 387

E. Mo 1 z, Über ein plötzl. Absterben zweier Stöcke von RipariaXßiipestris

in den Reben- Veredelungsanlagen der Kgl. Lehranstalt in Geisenheim 68 Karl Müller, Über das Auftreten von zwei epidemischen Mehltau- krankheiten in Baden - .... 143

L. Petri, Ueber die Wurzelfäule phylloxerierter Weinstöcke. Mit 13 Abb. 18

Ernst Willy Schmidt, Über den Parasitismus der Pilze. Mit 7 Abb. 129 J 0 h a n n e s S c li r o e d e r, Versuchezur Bekämpfung der Wanderheuschrecke

mit chemischen Produkten. Mit 4 Abb 1

Johannes Schroeder, Beitrag zur Kenntnis der chemischen Zusammen- setzung der Wanderheuschrecke, ihrer Eier und der noch nngetlügelten

Brut. (Hierzu Tafel I) 13

Paul Sorauer-, Vorarbeiten leine internationale Statistik d. Getreideroste 193

F. L. Stevens und J. G. Hall, Eine neue Feigen- Anthraknose

(Colletotrichose) (Hierzu Tafel II) 65

Beiträge zur Statistik.

Auftreten von Krankheiten in Ostpreußen im Sommer 1907 146

Aus der pflanzenpathologisclien Versuchsstation zu Geisenheim a. Rhein 391 IX. Bericht über die Tätigkeit der Abteilung für Pflanzenschutz zu Ham- burg vom 1. Juli 1906 bis 30. .Tuni 1907 1-15

Pathologische Vorkommnisse in Bayern 324

Schädigungen der Kulturpflanzen in Württemberg im Jalire 1907 . . . 389

Rübenschädlinge in Österreich-Ungarn 146

Pathologische Vorkommnisse in der Schweiz 148

Bericht über die Krankheiten und Beschädigungen der Kulturpflanzen

Nordbulgariens während der Jahre 1906 und 1907 331

Krankheiten tropischer Nutzpflanzen 74

Schädlinge an Waldbäumen in Norwegen 330

In Norwegen aufgetretene schädliche Insekten und Pflanzenkrankheiten 154

Auftreten tierischer Schädlinge in Dänemark 153

Pflanzenkrankheiten aus der Provinz Turin 152

In Italien aufgetretene Schädlinge 393

Phytopathologisches aus Ost-Afrika 336

Pflanzenkrankheiten im Kapland 407

Arbeiten der landwirtschaftl. Versuchsstation d. Staates New- York zuGeneva 397 Flugblätter des entomologischen Staatsbureaus der Vereinigten Staaten 395 Flugblätter des entomolog. Staatslaboratoriums der Vereinigten Staaten 2H9 Verötfentlichungen des entomologischen Staatslaboratoriums der Ver- einigten Staaten von Nordamerika 457

Veröffentlichungen des entomologischen Staatslaboratoriums der Ver- einigten Staaten . 2s6

IV Inhaltsübersicht.

Seite

Pflanzenkrankheiten in Connecticut 460

Kleine Mitteilung:en aus amerikanischen Versuchsstationen 454

Krankheiten in Nord-Carolina 402

In Brasilien beobachtete Pflanzenschädlinge 405

Phytopathologische Erscheinungen in Brasilien 464

Die Krankheiten des Kaflfeestrauches in Costa Rica 400

Schädliche Insekten in Indien 338

Krankheiten in der Präsidentschaft Madras 464

Relerate.

Appel und Kreitz, Der derzeitige Stand unserer Kenntnisse von den

Kartofifelkrankheiten und ihrer Bekämpfung 115

Appel und L a u b e r t , Die Konidienform und die pathologische Be- deutung des Kartoffelpilzes Phellomyces sclerotiophorus Frank . . 127 G. F. Atkinson, The development of Agaricus campestris . . .121, 377

P. Baccarini, Sopra un parassita della Pistia Stratiotes 350

P. Baccarini, Intorno ad alciini miceti parassiti sulla fiUossera della vite.

(Schmarotzerpilze der Reblaus) 480

.S, N. B a i n und S. H. E s s a r y , A new Anthracnose of Alfalfa et Red

Clover. (Eine neue Anthraknose auf Alfalfa und rotem Klee) . . 127

W. Banks, A revision of the Tyrogl^^plndae of the United States . . 163 C. A. Barber, Studies in Root Parasitism. The Haustorium of Olax

scandens. (Wurzelparasitismus. Haustorium v. O. sc.) 99

E. Baur, Einige Ergebnisse der experimentellen Vererbungslehre . . . 418

E. Baur, Über eine infectiöse Chlorose von Evonymus japonicus . . 466 E. Baur, Das Wesen und die Erblichkeitsverhältnisse der „Varietates

Albomarginatae Hort." von Pelargonium zonale 466

Jan van Bensekom, Onderzoekingen en beschouwingen over endogene callusknoppen aan de bladtoppen van Gnetum Gnemon L. (Adven- tivknospen auf Blättern von G. G.) 157

Frhr. v. B e r 1 ep s c li , Die Vogelscliutzfrage, ihre Begründung u. Ausführung 96 Chr. Bernard, .Sur quelques maladies des Plantes ä Caoutchouc.

i^Einige Krankheiten der Kautschukiittanzea) 359

O. Bernbeck, Der Wind als pflanzenpathologischer Faktor 290

R. Bock, Beiträge zur Biologie der XTredineen 120

G. Bredig (Heidelberg), Altes und neues von der Katalyse ^ 49

G. Bredig, Über die physiologische Katalyse 160

A. B r e t s c h n e i d e r , Das Mutterkorn des Getreides 127

C. Brick, Die Fruclitschuppen des Hamburger Freihafens und die Station

für Pflanzenschutz in Hamburg 422

C. Brick, Gemüse- und Obstbau im Hamburgisclien Landgebiet . . . 340 U. Brizi. Ricerche su alcune singolari neoplasie del pio])po e sul bacterio

che le produce. (Von einer Bakterie erzeugte Wucherungen an Pappeln) 165 U. Brizi, Su alcuni ifomiceti del mais guasto e sulla ricerca micro- scopica per determinarne le alterazioni. (Die Fadenspilze in ver- dorbenen Maiskörnern und deren mikroskopischer Nachweis) . . . 169 U. Brizi, Terzo contribiito allo studio del brusone del risn. (Zur Bru-

sonekrankheit der Keispflanze, III 423

W. Fr. Brück, Beiträge zur Physiologie der Mycetozoen 112

Fr. Bubäk, Bericht über die Tätigkeit der Station für Pflanzenkrank- heiten und Pflanzenschutz an der königi. landwirtschaftl. Akademie

in Tabor (Böhmen) im .Tahre 1906 90

Inhaltsübersicht. V

Seite Fr. Bubäk, Ueber Puccinia Carlinae E. Jacky in bisheriger Begrenzung 118

Fr. Bubäk und J. E. Kabät, Mykologische Beiträge IV 101

W. Busse, Der Wurzelbrand der Rüben 424

W. Busse und P. Ulrich, Über das Vorkommen von Wurzelbrand-

eiTegern auf der Rübensaat 425

W. Busse und P. Ulrich, Über den Keimkraft- Apparat für Rübensaaten

von E. Scharf 345

Butler, Some Diseases of Cereals caused by Sclerospora graminicola.

(Einige durch Sek gram, hervorgerufene Krankheiten) 113

D. Cavazza, Sui danni cagionati alle viti dai freddi invernali. (Beschä- digungen der Weinstöcke durch die Winterkälte) I,ö6

N. A. Cobb, Fungus maladies of the sugar cane. (Pilzkranklieiten des

Zuckerrohrs) 105

J. C. C onst an t ine a nu, Contribution ä l'etude de la flore mycologique

de la Roumanie, III. (Beiträge zur Pilzflora Rumäniens) .... 105

F. W. D a f e r t und K. K o r n a u t h , Bericht über die Tätigkeit der K. k.

landw.-chem. Versuchsstation und der mit ihr vereinigten K. k.

landw.-bakteriolog. und Pflanzenschutzstation io Wien im Jahre 1907 89

29. Denkschrift betreffend die Bekämpfung der Reblauskrankheit 1906 u. 1907 354

G. E. Douglas, The formation of intumescences on potato plants . . 295 A. W. Drost, Bericht in Inspectie van den Landbouvv in West-Indie . 479 P. Ehrenberg, Theoretische Betrachtungen über die Beeinflussung der

sog. physikalischen Bodeneigenschaften 291

J. Eriksson, Neue Studien über die Spezialisierung der grasbevvohnenden

Kronenrostarten 372

J. Eriksson, I. Der amerikanische Stachelbeermehltau und die landwirt- schaftlichen Behörden von England. II. Welche Maßregeln sind gegen

den amerikanischen Stachelbeermehltau zu ergreifen 366

Eriksson, Stachelbeermehltau und Stachelbeerkultur 365

R. Ewert, Die Parthenocarpie der Stachelbeere 296

F. C. V. Fab er, Untersuchungen über die Krankheiten des Kakaos . . 363 R. F a 1 c k , DieF lugbrandarten d. Getreides, ihre Verbreitung u. Bekämpfung 371 O. Fallada, Über die chemische Zusammensetzung der Rübensamen- knäule, mit besonderer Berücksichtigung der Zusammensetzung der

Samenknäule einiger Futterrübenvarietäten 298

O. Fallada, Über die Weißblättrigkeit (Albicatioi der Zuckerrüben. . 418

W. G. Farlow, Xotes on Fungi, I 104

R. Farneti, Ricerche sperimentali ed anatomo-fisiologiche intorno alla influenza dell'ambiente e della sovrabbondante concimazione sulla di- minuita o perduta resistenza al brusone del Riso bertone e di altre varietä introdotte dall'estero. (Einfluß der Umgebung und der Düng- ung auf die verminderte Widerstandsfähigkeit des Reises gegenüber

dem Brusone) 157

Ed. Fischer, Biologie der Gattung Gymnosporangium der Uredineen 119 Ed. Fischer. Ueber Infektionsversuche mit Rostpilzen ...... 120

F. Fletcher, Note on a toxic substance excreted by the roots of plants.

(Über giftige Ausscheidungen von Wurzeini 300

Fungi collected by H. G. Simmons on the second Norwegian polar expedition 1898—1902. Determined by B. Rostrup. (Die auf der zweiten Norwegischen Polar-Expedition von H. G. S. gesammelten Pilze. Bestimmt durcli E. R.) 104

VI Inhaltsübersicht.

Seite L. Gabotto, Contributo alle ricerche intorno aU'Aureobasidium vitis.

(Beitrag zur Untersuchung von A. v.) 123

G. A. Gammie, The indian cottons. (Die indischen Baumwollsorten) . 423 P. Gra ebner, Einige wenigbeachtete nichtparasitäre Pflanzenkrankheiten 343 B. Grassi e A. Foä, Inaspettata scoperta di una fiUossera sulle radici

della quercia. (Eine Wurzellaus auf Eichen) ......... 355

B. Grassi e A. Foä, Ricerche sulle fillossere e in particolare su quelle

della vite, eseguite nel R. Osservatorio antifillosserico di Fauglia.

(Über Rebläuse, besonders des Weinstockes) 162

Gummiug of tlie Sugar-Cane. (Gummifluß des Zuckerrohrs) 107

F. Haselhoff, Untersuchungen über die bei der Zersetzung des Kalk-

stickstoffes entstehenden gasförmigen Verbindungen und ihre Ein- wirkung auf das Pflanzenwachstum 299

Heinrich Hasselbring, The Carbon Assimilation of Penicillium. (Die

Assimilation von Kohlenstoffverbindungen bei P.) 169

L. Hecke, Die Brandkrankheiten des Getreides und ihre Bekämpfung . 370 L. Hecke, Die Triebinfektion bei Brandpilzen 370

G. G. Hedgcock, A disease of cauliflower and cabbage caused bj^

Sclerotinia. (Eine durch Sei. verursachte Krankheit des Blumenkohls

und anderer Kohlarten) 422

G. G. Hedgcock, Some of the results of thi-ee years experimentation

with crown gall. (Ueber einige Resultate dreijähriger Versuche mit

Wurzelkröpfen) 111

Hedgcock, Studies upon some chromogenic fungi which discolor wood.

I Untersuchungen über einige Pilze, die Holz verfärben) 108

George Grant Hedgcock. Studies upou some chromogenic fungi

which discolor wood. (Pilze, welche Nutzhölzer verfärben) . . . 108 G. G. Hedgcock, Zonation in artificial cultures of Cephalothecium and

other fungi. (Die Zonung künstlicher Kulturen von C. u. anderen Pilzen) 356 E. Heine, Die Stickstoffrage im lachte neuerer Forschungsergebnisse . 471 E. Heine, Nutzen und Schaden künstlicher Düngung im Garten . . . 471

Prof. E. Heinricher, Beiträge zur Kenntnis der Mistel 100

E, Heinricher, Die Schuppenwurz, Lathraea Squamaria 99

E. H e i n r i c h e r , Ein bemerkenswerter Standort der Lathraea Squamaria L. 99

E. Heinricher, Eine Kuriosität 121

F. Herse, Beiträge zur Kenntnis der histologischen Erscheinungen bei

der Veredlung der Obstbäume 415

L. Hiltner, Über neuere Ergebnisse und Probleme auf dem Gebiete

der landwirtschaftlichen Bakteriologie 303

L. Hiltner, Zur Frage des Abbaues der Kartoffeln 349

M. Hollrun g, ITntersuchungen über die Ursache der im staatlichen Ver- suchsweinbaugebiet Zscheiplitz auftretenden Chlorose 292

S. Hori, Seed infection by smut fimgi of cereals. (Die Infektion der

Getreidekörner durch Brandpilze) -1^1

Ed. Hotter, Bericht über die Tätigkeit der landw.-chem. Landes-Ver-

suchs- und Samen-Kontrollstation in Graz für das Jahr 1906 . . . 421

Fd. Hotter, Das Ergebnis zweijähriger Wiesendüngungsversuche . . . 348

Ed. Hotter, Wiesendüngungsversuche in Steiermark 348

Ed. J a n c z e w s k i , Sur les antheres steriles des Grosseliers. (Sterile

Staubbeutel bei Ribes) , 296

Hj. .Jensen, Onderzoekingen over Tabak der Vorstenlanden 350

Inhaltsübersicht. YH

Seite Carl Jickeli. Zellbildung, Encystiermig und Befruchtung als periodisclie

Ausscheidungen 346

T. Johnson, The com smuts and their propagation. (Getreidebrand

und seine Verbreitung) 116

T.Johnson, The prinicples of seed testing. (Griuidzüge d. Saatgutprüfung) 49 G y. de Istvänffi. La kitte contre le Rot livide [White-Rot] (Conio- thyrium Diplodiella de la vigne). Kampf gegen die Weißfäule des

AVeinstocks 124

G. d e Istvänffy, La lutte contre le Botrytis cinerea, pourriture grise

de la vigne. (Graufäule des Weinstocks i 480

Boris Iwanoff. Untei'suchungen über den Einfluß des Standortes

auf den Entwicklungsgang und den Peridienbau der Uredineen . . 116

S. Kawamura. Über die Flecken- und Buntbambuse 164

0. Kirchner, Neue Beobachtungen über die Empfänglichkeit verschied.

Weizensorten für die Steinbrandkranklieit 11.5

S. W. Kirkaldy, Leaf-hoppers 98

G. ck, Die Exoascuskrankheiten unserer Obstbäume u. ihre Bekämpfung 12.5 G. K ö ck, Die Rostkrankheiten unser. Getreidepflanzen u. ihre Bekämpfung 120 Gregor Kraus, Aus der Pflanzenwelt Unterfrankens. X. Erfahrungen

über Boden und Klima auf dem Welleukalk 341

Fritz Krause. Die Krautfäule der Kartofteln 114

A. Krieg, Beiträge zur Kenntnis der Kallus- und Wundholzbildung ge- ringelter Zweige und deren histologischen Veränderungen .... 416 W. Krieg, Experimentelle Untersuchungen über Ranunculus-Arten be- wohnende Cromyces 118

Fr. Krüger, Untersuchungen über die Fußkranklieit des Getreides . . 368 Elsie Kupfer, Studies in plant regeneration Studien über Regeneration

bei Pflanzen) . 91

S. Kusano, A new Species of Taphrina on Acer 364

S. Kusano. Einige neue Taphrina- Arten aus Japan 364

S. Kusano. New Species of Exoascaceae 364

S. Kusano. Notes on the Japanese fungi 373

S. Kusano. On the Cytology of Synchytrium 164

S. Kusano, On the nucleus of Synchytrium Puerariae Miyabe .... 362 S. Kusano, Studies on a disease of Pueraria caused by Synchytrium Puerariae. (Studien über eine Krankheit der Pueraria, verursacht

durch Synchytrium Puerariae) 114

W. Lang. Der Flugbrand und seine Bekämpfimg 115

R. L a u b e r t , Der echte Mehltau des Apfelbaum es, seine Kapselfrüchte

und seine Bekämpfung 367

R. Laubert, Rostspilze vertilgende Mückenlai-ven 166

R. Laubert, Eine Beobachtung über den Einfluss von Laternen auf Bäume 50 R. Laubert, Über den Wirtswechsel des Blasenrostes der Kiefern

(Peridermium Pini) 372

R. L a u b e r t , Was weiß man über die L'eberwinterung des Oidium und

einiger anderer Mehltaupilze? 126

A.Lemcke, Bericht über die Tätigkeit der Pflanzeaschutzstelle der Landwirtschaftskammer für die Provinz Ostpreußen vom 1. April bis

1. Dezember 1907 . 90

L. Lewton-Brain, Red Rot of the Sugar-Cane Stem. (Rotfäule des

Zuckerrohrstengels) 102

VIII Inhaltsübersicht.

Seite

L. Lindiuger, J>änkische Cocciden 303

P. Lindner, Mitteihingen aus dem botanisch-biologischen Laboratorium 357 P. Lindner, Über die Rolle der Schimmelpilze im täglichen Leben und

in technischen Betrieben 358

P. Lindner, Das Vorkommen der parasitischen Apiculatus-Hefe in auf Efeu schmarotzenden Schildläusen und dessen mutmaßliche Bedeutung

für die Vertilgung der Nonnenraupe 477

P. Lindner, Endomyces fibuliger n. sp., ein neuer Gärungspilz und Er- reger der sog. Kreidekrankheit des Brotes 477

Lounsbury, Chrysanthemum-Rost 119

Lounsbury, Fruit Oulture in Argentina (Obstbau in Argentinien) . . 91 K. M a 1 k 0 f f , Jahresbericht der Staatl. Landw.Versuchsstation in Sadovo,

Bulgarien für 1906 80

C. Mez, Der Hausschwamm und die übrigen holzzerstörenden Pilze der

menschlichen Wohnungen 373

J. Miyake, Über einige Pilz-Krankheiten unserer Nutzpflanzen . . . 470 E. Molz, Über Beeinflussung der Ohrwürmer und Spinnen durch das

Schwefeln der Weinberge 51

E. Molz, Über die Kartotfelfäule 362

E. Molz, Über pathogene Fleckenbildungen auf einjährigen Trieben

der Weinrebe (^Vitis vinifera) 83

L. Montemartini , La screpolatura del granoturco. (Das Platzen der

Maiskörner) 471

Wilh. Müller, Zur Kenntnis der Euphorbia bewohnenden Melampsoren 117

H. Müller-Thurgau, Kernlose Traubenbeeren und Obstfrüchte . . . 465

F. R. Muth, Die Gelbsucht unserer Reben und deren Bekämpfung . . 3.52 F. Muth, Über die Infektion von Sämereien im Keimbett. Ein Beitrag

zur Samenuntersuchung und Samenzüchtung 3.58

F. Muth, Über Peronospora-Bekämpfungsmittel 362

Fr. N oll. Experiment. Untersuchung, üb. Windbeschädiguugen an Pflanzen 291 F. Noll, Neue Beobachtungen an Labnrnum Adami Poit. (Cytisus Adami

hört.) 297

F. No II. Versuche über die Geschlechtsbestimmung bei diöcischeu Pflanzen 297

0. Nüsslin, Leitfaden der Forstinsektenkunde 52

M. Ohraann, Über die Art und das Zustandekommen der Verwachsung

zweier Pfropfsymbionten 301

K. Ono, Studies on some Extranuptial Nectaries. (Studien über einige

extranuptiale Nectarien) 51

R. Otto, Die Wirkung von Stickstoff'kalk und Kalkstickstoif im Vergleich

mit Chilisalpeter bei Gemüsearten (Salat und Kohlrabi) 84

R. Otto, Vergleichende Düngungsversuche mit Kalkstickstoif, Stickstotf-

kalk und anderen Stickstoffdüngern bei Hafer, Salat und Kohlrabi . 84 R. Otto, Versuche über Beeinflussung der Kopf- und Knollenausbildung

bei Gemüsearten 85

G. Paparozzi, lil cancro del pero e il miglior modo di combatterlo.

(Birnkrebs und dessen Abwehr) 156

V. Peglion, Contributo allo studio della ..perforazione' della vite e di

altre plante legnose. (Durchlöcherung der Blätter der Rebe und

anderer Holzpflanzen) 351

V. Peglion, La Cuscuta parassita della bietola e della canapa. (Der

Teufelszwirn als Parasit der Runkelrübe und des Hanfs) 163

Inhaltsübersicht. IX

Seite V. Peglion, Per la rigenerazioiie del pesco. (Die Wiederherstellung

der Pfirsichbäume! 364

T. Petch. A preiiminary Note on Sclerocj'stis coremioides, ß. u. Br.

(Vorläufige Mitteilung über Sclerocystis coremioides, B. u. Br.) . . 124 T. Petch, A Stern disease of the Coconutpalm (Stammkrankheit der

Kokospalme) 166

T. Petch, Diseases of Tobacco in Dumbara. (Tabakkrankheiten in

Dumbara) 103

T. Petch, Hj-dnocystis Thwaitesii B. u. Br 126

T. Petch. Revisions of Ceylon Fungi. (Revision von auf Ceylon vor- kommenden Pilzen) 101

T. Petch, Sclerotium stipitatum Berk. u. Curt 167

L. Petri, Sopra un caso di parassitismo di una cocciniglia (Mytilaspis fulva Targ. var. Y) suUe radici di olivo. (Eine auf Ölbaumwurzeln

schmarotzende Schildlausi 355

L. Petri, Sul disseccamento degli apici nei rami di pino. (Das Ver- dorren der Zvveigspitzen bei Kiefern) 167

L. Petri, SuUe micorize endotrofiche della vite. (Endotrophische

Mykorrhizen des Weinstockes) 3.54

Phylloxera. Rapport de la Station viticole et du Service phylloxerique

sur les travaux durant Tannee 1907 Lausanne 3.53

G. Pollacci, Un nemico della Diaspis. (Ein Feind der Schildlaus) . . 162

H. Quanjer, Corynespora Mazei Güss. in Holland, mit 1 Abb 304

E. R a m a n n , Über den Nachweis von Rauchschäden 346

1. F. K ö 1 p i n R a V n und A a g e M a d s e n - M y g d a 1. Forsög over

Bekaempelse af Plantesygdomme. (Versuche zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten) 473

2. F. K ö 1 p i n R a V n , Forsög over Staldgödningens Betydning som Smitte-

baerer for Kaalbroksvamp. (Versuche über die Bedeutung des Stall- mistes als Überti'äger der Kohlhernie) 473

3. F. Kölpin Ravn, Kaalbroksvampen 473

Hob. Regel, Über Sphaerotheca mors uvae in Rußland 365

L. Reh, Einige Bemerkungen zur Vogelschutzfrage 96

L. Reh, Insektenschädeu im Frühjahr 1907 94

O. Reitmair, Bericht über die Tätigkeit der k. k. landw.-chera. Versuchs- station in Wien auf dem Gebiete des Pflanzenbaues im Jahre 1906 88

O. Reitmair, Über die Grenzen der Leistungsfähigkeit und die beste

Art der Durchführung des Topf- und Feldversuches 159

G. Tob 1er- Wolf f. Zur Biologie von Polysiphonia fastigiata .... 478

Reitmair, Anbauversuche mit Speisekartoffeln 478

O. Reitmair, Die Vegetationsstation Korneuburg 88

O. Richter, Narkose im Pflanzenreich 294

O. Richter, Üb. Anthokyaubildung in ihrer Abhängigkeit v. äuß. Faktoren 294

O. Richter, Über Turgorsteigerung in der Atmosphäre von Narkotika .346 J. Ritzema Bos. h^enige merkwaardige Misvormingen, veroorzaakt door

Galmijten Einige merkwürd. Mißbildungen, verurs. durch Gallmilben) 476 Sophie Rostrup, Undersögelser over Fritfiuens Overvintringsforhold

Untersuchungen über die Überwinterungsverhältnisse der Fritfliege) 3.52 W. R u h 1 a n d , Eine cytologische Methode zur Erkennung von Haus-

scliwamm-Mvcelien 122

[_ Inhaltsübersicht.

Seite

W. Ruhland, Die Kleeseide 100

L. Savastano, Note di Patologia arborea 344

R. Schander, Kartoffelkrankheiten 305

R. Schänder, Krankheiten des Beerenobstes, insbesondere die Aus- breitung des amerikanischen Stachelbeermehltaues in Deutschland

nnd seine Bekämpfung 125

O. Sehn ei der-Orelli, Über Penicillium italicum Wehmer und Peni-

cillium glaucum Link als Fruchtparasiten 357

O. S c h n e i d e r - 0 r e 1 1 i , Versuche üb. die Lebenstätigkeit des Lagerobstes 420 H. V. Seh renk, On Frost Injuries to Sycamore Buds. (Ueber Frost- beschädigungen an Sycomorenknospen) 51

Hermann von Seh renk, Branch Cankers of Rhododendron. (Zweig- krebs V. Rh.) 473

Hermann von Schrenk, Sap-Rot and other diseases of the Red gum.

(Erkrankungen des Styraxbaumes) 473

Minora Shiga, On tlie etfeet of a partial removal of roots and leaves upon the development of flowers. (Über den t^intluü einer teilweisen Entfernung von Wurzeln und Blättern auf die Blütenbildung) . . . 470 (J. L. Shear and G. F. Miles, The control of Texas root-rot of cotton

(Wurzelfäule der Baumwolle) 480

F. Silvestri, Contribuzioni alla conoscenza degli insetti dannosi all'olivo e di quelli che con essi hanno rapporto. La tignola dell'olivo: Prays

oleellus Fabr. (Die Ülbaummotte) 163

J. Slaus-Kantsc bieder, Bericht über die Tätigkeit der k. k. landvv.

Lehr- und Versuchs-Anstalt in Spalato im Jahre 1907 342

R. So IIa, Die Fortschritte der Phytopathologie in den letzten .Jahr- zehnten und deren Beziehung zu den anderen Wissenschaften ... 48

Spi eck ermann. Über den Parasitismus der Valseen 369

F. L. Stevens, Sonie remarkable nuclear structures in Synchytrium

(Bemerkenswerte Kernstrukturen bei Synchytrium) Hl

F. L. Stevens, Twointeresting AppleFungi. (Zwei interessante Apfelpilze) 167

F. L. Stevens and J. G. Hall, AnApple'Rot due to Volutella. (Eine

vermutlich durch Volutella verursachte Apfelfäule) 128

J. Stoklasa, Über die chemische Natur der Wurzelsekrete 467

G. E. Stone, Physiological appliances 295

G. E. Stone, The growing of mushrooms 377

Fl-. Strohmer, Bericht über die Tätigkeit der chemisch-technischen

Versuchsstation des Zentralvereines für Rübenzucker-Industrie in der Österr.-Ungar. Monarchie für das Jahr 1906 299

Fr. Strohmer, Bericht über die Tätigkeit der chemisch-technischen Versuchsstation des Zentralvereines für Rübenzucker-Industrie in der Österr.-Ungar. Monarchie für das Jahr 1907 420

Strohmer, Über Aufspeicherung und Wanderung des Rohrzuckers

in der Zuckerrübe 86

F. Strohmer, H. Briem und O. Fallada, Ein Beitrag zur Kenntnis des Verlaufes der Nährstoffaufnahme und des NährstoftVerbrauches der Zuckerrübe im ersten Wachstumsjahre . , 50

Strohmer, Briem und F a 1 1 a d a , Untersuchungen über das Abblatten

der Zuckerrüben 87

Strohmer, ß r i e m u. S t i f t , Weitere Studien üb. mehrj ähr. Zuckerrüben 85 F. S t r o h m e r u. O. F a 11 a d a , Üb. Zuckerrüben mit abnormal. Zuckergehalt 347

Inhaltsübersicht. XI

Seite

O. H. Swezey, The Sugar Caiie Leaf- Roller (^Omiodes accepta) ... 98

S. Tabata, Über die Früchte und Keimpflanzeu von Rhus succedanea L. 84

Andor Teleki, Die Rekonstruktion der Weingärten 81

H. Timpe, Panachierung und Transplantation 419

G. Tobler-Wolff, Zur Biologie von Polysiphonia fastigiata .... 478 A. Trotter, Un caso di tuberizzazione parassitaria in piante di Amarantus

silvestris Desf. (Parasitäre Knollenbildung bei A. s.i .850

C. von T u 1) e u f , Beitrag zur Kenntnis der Fusarien-Krankhsiten unserer

Kulturpflanzen 52

W. Versluys, De Cultuur van Divi-Divi Caesalpinia coriarial . . . 472 P. Voglino, De quibusdam fungis novis pedemontanis. (Neue Pilze

aus Piemont) 164

P. Voglino, II secchereccio delle foglio di Begonia. (Das Verdorren

der ßegonienblätter) 168

P. Voglino, Intorno ad un parassita dannoso al Solanum Melongena.

(Ein Parasit der Eierpflanze) 167

P. Voglino, La ticchiolatura dei frutti a nocciolo. (Der Grind des

Steinobstes) 168

P. Voglino, Sulla necessitä della istituzione di osservatori di fitopato-

logia regionali. (Über die Notwendigkeit, Landesstationen für

Pflanzenkrankheiten zu errichten) 340

P. Voglino, Sullo sviluppo e sul parassitismo del Clasterosporium car-

pophilum. Entwicklung und Schmarotzertum von C. c.) 54

J. V^osseler. Wachs als Nebenprodukt der Kautschukplantagen . . . 420

Br. Wahl, Flugblätter der k. k. Pflanzeuschutzstation in Wien . . . 98

Webber, The publication of agricultural Research 90

Thorild Wulff, Studien über heteroplastische Gewebewucherungen

am Himbeer- und am Stachelbeerstrauch (hierzu Tafel IIJ) .... 410

Th. Wulff. Krussjuka hos potatis, (Kräuselkrankheit der Kartoffeln) . 478 Th. Wulff, Stjälkbakterios och ringbakterios hos potatis. iStengel-

bakteriose und Ringbakteriose der Kartoffeln 478

Th. Wulff. Einige Botrytis-Kranklieiten der Ribesarten 481

Kurze ^litteiliing^eu für die Praxis. Ein Preisausschreiben, betreffend die Verhütung von Rauchschäden in der

Land- und Forstwirtschaft 181

,.Spi"aying Conference" 181

Die Ablaugen d. Sulfitcellulosefabrikation als Schädlingsbekämpfungsmittel 182

Bespritzungs versuche mit verschiedenen Kupferpräparaten 311

Miscela Cupro-Solforosa ,.Sebastian" 309

Zur Peronosporabekämpfung mit ..Tenax' 183

Parasitol und Amidin 310

Kristallazurin 311

Die Wirkungen des Eisenvitriols bei der Bekämpfung der Unkräuter . . 185

Gerstenbrand 308

Weitere Ausbreitung des neuen Feindes unserer Gurkenkulturen . . . 182

Zuckerrübenkrankheiten 307

Schnecken auf den Wintersaaten 308

Angefressenes Obst 308

Ist der Ohrwurm (Forficula auricularia) nützlich oder schädlich ? ... 184

Gegen den Heuwurm 184

Die neuere Milbenkrankheit des Weinstockes 311

XII Inhaltsübersicht.

Seite

Sprechsaal.

Beiträge zur Lehre von der Praedisposition 377

Die Bekämpfung der Blutlaus 427

Bericht der Hauptsammelstelle Rostock für Pflanzenschutz in den Gebieten

Mecklenburg-Schwerin und Meklenburg-Strelitz im Jahre 1907 . . . 172

Centralstelle für Pilzkidturen der Association internationale des Botanistes 425

Über die Hekämpfung des Fusicladium 432

Kohlenschlackeu gegen die Gelbsucht der Weinstöcke 306

Die Merkmale, welche bei Mangel einzelner Nährstoffe bei der Zuckerrübe

hervortreten 434

Die vorjährigen Versuche der landwirtschaftlichen Versuchsstation zu

Colmar betreffs Bekämpfung von Rebkrankheiten 178

Rezensionen.

Annali della R. Accademia d"Agricoltura di Torino 192

Arbeiten aus der Kaiserlich Biologischen Anstalt für Land- und Forst- wirtschaft Bd. VII, Heft 1 382

Bericht der Kgl. Gärtnerlehranstalt zu Dahlem bei Steglitz-Berlin ... 57

Franz ßubäk, Die Pilze Böhmens 482

Darboux et Houard, Les Zoocecidies des Plantes tFEurope et du

Bassin de la Mediterranee 481

J. Dörfler, Botaniker- Adreßbuch 384

Karl Eckstein, Tierleben des deutschen Waldes 382

.1. Eriksson, Der Stachelbeermehltau . 381

H. Euler, Grundlagen und Ergebnisse der Pflanzenchemie 187

G. Gilg und R. Muschler, Plianerogame Blütenpflanzen 484

R. Goethe, Die Blutlaus 483

Paul Graebener, Die Pflanzenwelt Deutschlands 186

F. Hock, Lehrbuch der Pflanzenkunde für höhere Schulen und zum

Selbstunterricht 188

M. Hollrung, Jahresbericht über das Gebiet der Pflanzenkrankheiten . .56

Jahrbücher für Pflanzenkraukheiten 190

A. Janson, Der Großobstbau 383

O. V. Kirchner, Die Rebenfeinde 55

Kunert, Hampels Gartenbuch für Jedermann 484

O. von Linstow, Die Schmarotzer der Menschen und Tiere .... 483

G. Lüstner und E. Molz, Schutz der Weiurebe gegen Frühjahrsfröste 380

Materiaux pour la Flore cryptogamique suisse vol. VIII 191

Carl Mez, Der Hausschwamm und die übrigen liolz zerstörenden Pilze

der menschlichen Wohnungen 56

Mitteilungen aus d. Kais. Biol. Anstalt f. Land- und Forstwirtschaft, Heft 8 382

J. A. Nieulan d, The Midland Naturalist 482

Dr. H. Roemer u. Dr. G. Wim m er, Die Bedeutung der an der Rüben- pflanze durch verschiedene Düngung hervorgerufenen äußeren Er- scheinungen 190

Malusio Turcoiai, Intorno alla micologia lombarda 191

Zeitschrift für induktive Abstammungs- und Vererbungslehre .... 58

Eachliteransche Eing:änge .58, 312. 441

Entgegnung 170

f

An den Leser.

Im Mai des vorigen Jalires ist das ständige Komitee des Inter- nationalen landwirtscliaftlichen Institutes in Rom zu seiner ersten Sitzung zusammengetreten, und es ist dadurch nun die Pflege des internationalen Pflanzenschutzes im weitestgehenden Sinne gesicliert. Damit ist auch der feste Grund für den Ausbau einer internationalen Statistik dei- Pflanzenkranklieiten geschatfen worden, und es geht dadurch die Aufgabe, die wir in Angriff genommen, an das Institut in Rom als an die durch ihre großen Hilfsmittel berufenste Stelle über. Infolge dessen ziehen wir die Beilage, die als ..Inter- nationaler phytopathologischer Dienst" bisher er- schienen, ein und erweitern dafür den Text unserer Zeitschrift um den bisherigen Umfang der Beilage, d. h. um 8 Bogen.

Die Vorarbeiten, die wir bezüglich der Statistik unternommen und die nach den Beschlüssen des Wiener Kongresses sicli auf die bisherigen Arbeiten über die Getreideroste beziehen, sollen in einer der nächsten Nummern der Zeitschrift veröffentlicht werden, um der allgemeinen Kritik die Art und AVeise zu unterbreiten, wie wir uns eine nutzbringende Verwertung des statistischen ^laterials denken.

R e d.

Originalabhandlungen.

Versuche zur Bekämpfung der Wanderheuschrecke mit chemischen Produkten.

Von Prof. Dr. Johannes Schroeder-Sa\ago (Uruguay). Mit vier Oriyinalaufnahmeii nach der Xatiir. Seit einer langen Reihe von Jahren haben verschiedene Staaten ihre Aufmerksamkeit der Bekämpfung des gefürchteten Pflanzenschädlings, der Wanderheuschrecke, zugewandt, und es sind auch eine Anzahl Abhandlungen über die Zoologie des Insektes, seine Lebensweise, seine Bekämpfung und den von ihm verursachten Schaden veröffent- licht worden. Ein genaues Studium dieser Literatur läßt aber er- kennen, daß, besonders was die Bekämpfung angeht, die erlangten

Zeitschrift für Pflanzenkrankheiten. XIX. 1

2 Originalabhandlungen.

Erfolge nur sehr geringe sind. Es erschien clalier nicht unangebracht, einmal vergleichende Versuche mit den -von verschiedenen Seiten vorgeschlagenen chemischen Vernichtungsmitteln anzustellen, einige neue Mischungen zu verwenden und die erhaltenen Resultate zu ver- öffentlichen.

Die Hauptveranlassung gerade chemische Stoffe zu berück- sichtigen, gaben im wesentlichen folgende Gedanken. Wenn auch in fast allen von der Wanderheuschrecke heimgesuchten Ländern teils auf behördliche Anordnung, teils von Privatpersonen unternommen wurde, ein Vernichtungsmittel zu finden, so entbehren doch diese Versuche eines Kennzeichens: der systematischen Durchführung der ganzen Anordnung und der genauen Feststellung des erlangten Er- folges, soweit diese möglich sein kann. Dazu kommt als weiterer Grund, daß jedes Jalir den Regierungen neue Spezifica als wirksam angeboten werden, ohne daß bis jetzt ein einziges sich als von dauerndem Werte erwiesen, indem es durch vergleichende Versuche mit den verschiedenen anderen Produkten seine Überlegenheit dar- getan hätte und dabei die geringsten Herstellungskosten erfordert.

Bei Versuchen zur Bekämpfung eines in solchen Massen wie die Wanderheuschrecke auftretenden Insektes kann man sich nicht darauf beschränken, im Laboratorium die Wirksamkeit eines Mittels zu erproben; es sind vielmehr die Versuche im Freien auszuführen, von den in der Natur gegebenen Bedingungen die günstigsten aus- zuwählen und bei vergleichenden Versuchen immer in derselben Weise zu berücksichtigen. Ein Punkt von besonderer Wichtigkeit bei der Anwendung von Chemikalien zur Bekämpfung von Pflanzen- schädlingen darf nicht außer acht gelassen werden : die Wirkung des Präparates auf die Pflanze selbst. Mag auch der Bestand eines kleinen Teiles einer bewachsenen Fläche im allgemeinen gern geopfert werden, wenn dadurch eine größere Ernte zu retten ist, so muß der Frage der Zerstörung der Pflanzen oder der Unschädlichkeit des Mittels für sie doch wesentliche Bedeutung zugemessen werden.

Die ersten Exemplare der fliegenden Wanderheuschrecke traten bei dem letzen Einfall des Lisektes in das Departement Montevideo in den Tagen von 6 10, November 1907 auf; größere Schwärme erschienen vom 10 20. November und blieben dauernd zur Eierablage. Diese begann in den Versuchsfeldern der Landwirt- schaftlichen Hochschule zwischen dem 14. und 18. November, worauf gegen den 20. Dezember die ersten jungen Insekten gefunden wurden. Aus Eiern in Erdklumpen, die im Laboratorium aufbewahrt wurden, krochen zur selben Zeit die jungen Insekten aus. Wiederholte heftige Regengüsse zerstörten im freien Felde unwesentliche Mengen von Eiern, da dieselben vorzugsweise in harte Bodenstellen abgelegt werden.

Schroeder, Vers. z. Bekämpf, d. Wanderheuschrecke m. ehem. Produkten. 3

Einige Photographien seien zur Erläuterung des Folgenden hier "wiedergegeben.

In welchem Maße die Vermehrung des Insektes stattfindet, be- weist folgendes Beispiel. (Siehe Fig. 1.) Auf einer Bodenfläche von 13 X 13 cm befanden sich 74 Löcher mit Eiern. Im Durchschnitt legt jedes Tier 80 Eier (es wurden zwischen 60 und 110 gezählt), so daß unter der kleinen Fläche von 169 qcm gegen 6000 Eier ruhen, <lie ebensoviel junge Insekten geben. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, die Tötung der fliegenden Wanderheuschrecke vor ■der Eierablage oder eine Vernichtung der Eier selbst zu erzielen.

Xach der Art, wie die chemischen Stoffe zur Wirkung kommen sollen, kann man 2 Hauptgruppen in den Bekämpfungsmethoden

Fig. 1. Erdscholle mit Eierablagerungen.

imterscheiden : entweder wird das Mittel in den Organismus einge- führt und das Tier stirbt an Vergiftung oder es werden durch äußere Bespritzung die Lebensfunktionen desselben unmöglich zu machen gesucht.

1. Versuche, durch die eine Vergiftung des Insektes angestrebt wird.

In Südafrika wurden von der Regierung große Mengen Arsenik an die Farmer verteilt, dessen Verwendung sie zur Vergiftung be- sonders der noch ungeflügelten jungen Wanderheuschrecke empfiehlt. Voraussetzung für den Gebrauch arsenhaltiger Lösungen ist, daß das betreffende Stück Land einige Zeit für das Weidevieh abgesperrt

4 Originalabhamlhuigeii.

bleibt, dai^ eine längere Trockenzeit das Gift an den Pflanzen klebeii läßt und ebenso, daß nach der Abtötung des Insektes durch Regen der Arsenik weggewaschen wird, ehe das Land wieder als Weide benutzt wird. Dabei muß im Auge behalten werden, daß es sich um die Verwendung eines ziemlich starken Giftes handelt, dessen schädliche Wirkungen auf den mensclüichen Organismus auch häufig zum Vorschein kommen.

Der Vorteil in der Verwendung von Lösungen von Arsenik gegenüber den anderen Bekämpfungsmethoden besteht darin, dafi eine gründliche Benetzimg des Insektes selbst unnötig ist und geringe Mengen von Arsenik schon genügen, um eine Fläche hinreichend zu vergiften. Es dürfte sich diese Methode daher mit Vorteil zur Be- kämpfung der fliegenden Heuschrecke anwenden lassen, der mau durch die später zu beschrei])enden Bespritzungsversuche keinen wesentlichen Schaden zufügen kann.

a) V e r s u c h s a n o i- d n u n g :

Von den zu verwendenden Lösungen werden je 20 Liter nach den unten angegebenen Vorschriften bereitet und es ward dabei darauf ge- achtet, daß eine vollständige Lösung des Arsenpräparates eintritt,, ehe man mit dem Ausspritzen beginnt. Um in allen Fällen gleiche Versuchsbedingungen zu haben, werden nun diese 20 Liter auf Flächen von je 10 rpn, die gleichmäßig mit Gras bewachsen sind,, verspritzt. Nach i 2 Stunden werden von dem vergifteten Futter Durchschnittsproben genommen, in Blechkannen, deren Boden durch- löchert ist und deren Deckel aus Drahtgewebe besteht, gebracht und eine bekannte Zahl der Tiere eingesetzt. Nach 24 Stunden wird die Zahl der toten Tiere festgestellt und danach der Grad der Wirksamkeit der Lösung bemessen.

Wenn sich auch gegen diese Methode der Versuchsanstellung verschiedene Bedenken geltend machen lassen, so glaube ich doch,, daß sie den praktischen Verhältnissen sehr nahe kommt. Einmal wird das im Freien stehende Futter so stark vergiftet als es über- haupt möglich ist, und andererseits bleibt die Wanderheuschrecke in keinem Stadium ihrer Entwickelung länger als 24 Stunden auf der- selben Fläche.

Zur Bespritzung der Wiesen diente in allen Fällen eine der bekannten Weinbergspritzen, wie sie in Deutschland für die Kupfer- kalkbrühe verwandt werden. Da durch die alkalischen Lösungen die Gummiventile rasch angegriffen werden, wurden sie mit Erfolg durch gut paraffinierte Lederventile ersetzt.

Schroeder, Vers. z. Bekämpf, d. Wanderheuschrecke m. ehem. Produkten. 5

b) Vorschriften für die Herstellung der V er such s- niischuugen:

Versuch 1. (Lösung in Transvaal gebräuchlich): 50() g Xatrium- arseniat. 500 g Zucker. 50 1 AVasser.

Versuch 2. (Lösung in Xatal gebräuchlich): 500 g Natrium- arseniat, 1000 g Zucker. 50 1 Wasser.

Versuch 3: 500 g Natriumarseniat , 1500 g Zucker, 67 1 Wasser.

Versuch 4: 500 g Arsenik, 250 g kaustische Soda, 1500 g Zucker, 75 1 Wasser,

Versuch 5: 250 g Ai'senik, 125 g Xatriumhydroxid, 1000 g Melasse, 20 1 Wasser.

Versuch 6: 250 g Arsenik, 125 g Xatriumhydroxid. 1000 g Me- lasse, 20 kg Pferdemist, 1 1 Wasser.

c) V e r s u c h s e r g e b n i s s e :

Tabelle Xr. 1.

Geflügelte Wanderheuschrecke. Versuch vom 16. XI. 1907.

1

2

S

4

5

6

7

Ver- such Xr.

Versuchs- pflanze

Zahl der Tiere

Davon tot nach 24 Stunden

Mittel in

o/o d. toten

Tiere

Preis von

100 1 Lösung')

100 Pf g-. ent- sprech. tote

Tiere'-i

1

Wieseng^as

50

30

26

35

61

140

44

2

n

50

41

32

39

68

180

38

3

»

50

44

39

33

77

135

57

4

j)

5<;>

36

30

40

71

135

52

5

n

50

25

35

38

05

ItJO

40

G

keine

100

15

21

26

20

160

13

M Zur Bereclinung der Herstellungskosten für 100 Liter Lösung usw. sind die in Mercks Preisverzeichnis vom Oktober 1906 (A18> angegebenen kg-Preise als Grundlage genommen. In Wirklichkeit dürften sich die Preise abgesehen von Porto- und Zollzuschlägen, die nach und in den einzelnen Staaten verschieden sind niedriger stellen, da man die meisten Chemikalien in großen Mengen billiger beziehen kann.

-1 Die in der letzten Spalte angegebenen Werte sollen das Verhältnis der Zahl der eingegangenen Insekten zum Herstellungspreis veranschaulichen; sie haben deshalb nur relative Bedeutung. iGilt auch für Tabelle Xr. 3i.

Originalabhandlungen.

Tabelle Nr. 2.

Noch ungeflügelte Wanderheuschrecke (8 Tage alt).

Versuch vom 22. XII. 1907.

1

2

3

4

5

6

7

Ver- such Nr.

Versuchs- pflanze

Zahl der Tiere

Davon tot nach 24 Stunden

Mittel in

»/ü d. toten

Tiere

Preis von

100 1 Lösung

100 Pfg. ent-

sprech. tote

Tiere

1

Wiesengras

50

35

38

44

78

140

56

2

n

50

32

35

25

61

180

34

3

V

50

40

43

32

77

135

57

4

K

50

30

35

39

69

135

51

5

11

50

34

40

32

71

160

44

6

keine

100

25

32

28

29

160

17

Aus den beiden mitgeteilten Tabellen für die Bekämpfung der Wandei'heuschrecke unter Verwendung chemischer Mittel zur Ver- giftung ergeben sich folgende allgemeine Beobachtungen:

1. Die Verwendung von arsenikhaltigen Losungen zur Bekäm- pfung sowohl der geflügelten Wanderheuschrecke als auch ihrer noch ungefiügelten Brut ist in den ausgeführten Versuchen von Er- folg begleitet gewesen.

2. Die Zahl der nach 24 Stunden toten Tiere schwankt bei Verwendung von arsenikhaltigen Lösungen zwischen 60 80 ^'j<d, während sie bei der Mischung Nr. 6 auf 20 30 7o abfällt.

3. Die Herstellungskosten für je 100 Liter der Lösungen schwanken (bei Zugrundelegung der Merck'schen Preise) zwischen rund 135 und 180 Pfg. Bei den mitgeteilten Versuchen haben die billig- sten Lösungen die besten Erfolge ergeben,^)

\) In dem mir vor einigen Tagen zugegangenen Heft 6 der Zeitschrift „Süd- und Mittelamerika" (März 1908) finde ich nach Abschluß vorliegender Arbeit, daß auch in der Praxis in großem Maßstabe die Methode der Vernich- tung der Wanderheuschrecke durch Vergiftung sich gut bewährt hat. Da diese Mitteilung meine Beobachtung im wesentlichen bestätigt, so sei ihr Hauptinhalt hier aus/Aigsweise wiedergegeben.

„Das Gift (1 Pfund arsensaures Natrium) wurde mit 4 Pfund Zucker ge- mischt, in heißem Wasser gelöst und auf 45 Liter verdünnt. In die Flüssigkeit wurden 6 gewöhnliche Bündel grüne Gerste (ungefähr 36 englische Pfund schwer) eingeweicht und zwar ungefähr 15 Minuten lang. Die Gerste wurde dann dünn vor den Heuschrecken und unter denselben ausgeworfen. Die Tiere faßten eifrig die Gerste. Vor Sonnenuntergang sah eine Anzahl Tiere hinfällig aus, jedoch war noch keines eingegangen. Am nächsten Morgen war etwa ein Drittel der Tiere tot. Sehr bemerkenswert ist, daß Vögel, die zwei Tage von den toten Tieren gefressen hatten, nicht im geringsten schlechter aussehend erschienen.''

Scliroeder, Vers. z. Bekämpf, d. Wanderheuschrecke m. ehem. Produkten. 7

4. Eine nachteilige Wii'kung bei Verspritzung der Lösungen Nr. 1—5 auf die Pflanzen im freien Felde (Wieseugräser) ist nicht beobachtet worden. Wenn auch einige Halme sich bei heftigem Sonnenbrande gelb färbten, so ist doch eine dauernde Zerstörung der Pflanzendecke nicht eingetreten.

H. Versuche, durch Bespritzung das Insekt zu töten.

Im Anschluß daran, durch innerliche Gabe von Giftstoffen eine möglichst große Zahl besonders der fliegenden Wanderheuschrecke zu vernichten, wurden weitere Versuche angestellt, um dem Insekt durch

Fio;. 2. Versuch auf freiem Felde.

äußere Bespritzung Schaden zuzufügen, ein Verfahren, das besonders zur Bekämpfung der ungeflügelten Tiere aussichtsreich erscheint imd deswegen schon wiederholt angewandt worden ist. Auch bei diesen Arbeiten mußte, da es sich noch mehr wie bei der ersten Reihe um vergleichende Schätzung der einzelnen Mittel handelte, darauf ge- sehen werden, die Versuchsbedingungen so weitgehend wie möglich zu vereinheitlichen.

Die Versuche, die fliegende Wanderheuschrecke durch Be spritzen zu bekämpfen, wurden bald aufgegeben, da in der ersten Zeit die Tiere wegen ihrer Flüchtigkeit nicht genügend benetzt

8 Originalabhandluiigen.

werden konnten, später al)er während der Eierablage aucli bei Ver- wendung stärkster Konzentrationen der Lösungen keinerlei schädigende Einwirkung derselben